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Kartoffel mit Schale

Sättigende Knolle mit Ballaststoffen und Vitamin C – ideal als Beilage oder Hauptzutat.

Wiki zu Kartoffel mit Schale Nutri-Score A Vegan Ja Glutenfrei Ja Laktosefrei Ja Nussfrei Ja
NÄHRWERTE / 100 g
77 kcal 2.0 % Protein 17.0 % Kohlenhydrate 0.1 % Fett

Einführung

Rohe Kartoffeln mit Schale auf einem Holzbrett
Ich habe schon immer eine heimliche Schwäche für die Kartoffel mit Schale gehabt. Für mich ist sie kein bloßes Beilagenobjekt, sondern ein kleines Wunder der Küche: robust, vielseitig und überraschend gemütlich. Ich erinnere mich noch daran, wie ich einmal nach einem langen Arbeitstag nur ein paar Kartoffeln und etwas Olivenöl im Haus hatte und daraus ein Abendessen gezaubert habe, das mich fast stolz machte. Die Schale blieb dran, und das Ergebnis war knusprig, würzig und unfassbar zufriedenstellend.

Warum ich die Schale so schätze? Zunächst einmal steckt dort viel von dem, was die Kartoffel wertvoll macht: Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die beim Schälen größtenteils verloren gehen. Außerdem verleiht die Schale Textur und Geschmack. Wenn ich eine Kartoffel mit Schale röste, mag ich, wie sich die rauhe Oberfläche karamellisiert und kleine Geschmacksexplosionen entstehen. Ein Kollege von mir nannte sie einmal liebevoll "erdige Chips des Gemüses" – und das trifft es ziemlich gut.

Praktisch ist die unbehandelte Schale ebenfalls: weniger Abfall, weniger Aufwand und oft auch mehr Persönlichkeit auf dem Teller. Natürlich gibt es Dinge zu beachten: gründliches Bürsten unter fließendem Wasser, unschöne Augen oder grüne Stellen entfernen und bei sehr jungen oder sehr alten Exemplaren überlegen, ob Schälen doch sinnvoll ist. Bei alten Kartoffeln entfernt man manchmal besser die dünne, zähe Haut.

  • Zubereitungstipps: Vor dem Backen mit einer Gabel einstechen, mit Öl einreiben und grob salzen.
  • Garpunkte: Im Ofen bei hoher Hitze knusprig, in Salzwasser weich und in der Pfanne röstaromatisch.
  • Lagerung: Kühl, dunkel und luftig; niemals neben Obst, das Ethylen abgibt.
Am Ende ist die Kartoffel mit Schale für mich ein Ausdruck von sinnvollem Kochen: bodenständig, nachhaltig und voller Möglichkeiten. Jedes Mal, wenn ich die Ofentür öffne und der Duft von gerösteter Schale durch die Küche zieht, weiß ich, warum ich ihr so treu bleibe: Sie schmeckt nach Zuhause, nach Improvisation und nach kleinen Küchenglücksmomenten.

Verfügbarkeit & Typen


Verfügbarkeit und Typen: Kartoffel mit Schale

Die Kartoffel stammt ursprünglich aus den Anden in Südamerika. Dort wurden Wildkartoffeln schon vor Tausenden von Jahren von den Menschen gesammelt und später gezielt angebaut. Von Südamerika aus gelangte die Kartoffel nach Europa und verbreitete sich von dort in fast alle Teile der Welt. Heute wachsen Kartoffeln auf fast jedem Kontinent – sie sind eine sehr wichtige und weit verbreitete Feldfrucht.

Wo wächst die Kartoffel?
Kartoffeln werden in vielen Ländern angebaut. Große Anbaugebiete sind zum Beispiel:

  • Europa (z. B. Deutschland, Niederlande, Polen)
  • Asien (z. B. China, Indien)
  • Nordamerika (z. B. USA, Kanada)
  • auch Südamerika und Afrika haben viele Anbauflächen
Die Kartoffel ist sehr anpassungsfähig: sie wächst in kühleren Regionen genauso wie in wärmeren Gegenden, solange der Boden gut gepflegt wird und genug Wasser und Sonnenlicht vorhanden sind.

Wann kann man Kartoffeln kaufen?
Frische „Frühkartoffeln“ oder „Neue Kartoffeln“ gibt es meist im Frühling und Frühsommer. Die meisten Kartoffeln werden aber geerntet und dann kühl gelagert, dadurch findet man sie das ganze Jahr über im Laden – ähnlich wie Äpfel, die man lange aufbewahren kann. Wenn du Kartoffeln mit der Schale kaufst, achte darauf, dass sie fest und nicht verschrumpelt sind und keine grünen Stellen haben. Grüne Stellen können einen bitteren Stoff enthalten, den man nicht essen sollte.

Welche Sorten und Typen gibt es?
Kartoffeln unterscheiden sich in Form, Größe, Farbe und in der Art, wie sie beim Kochen werden. Die wichtigsten Typen sind:

  • Wachsige Kartoffeln – sie behalten beim Kochen ihre Form. Gut für Kartoffelsalat oder wenn man Scheiben braucht. Beispiel: Charlotte.
  • Mehlige Kartoffeln – sie zerfallen beim Kochen und werden locker und weich. Gut für Püree oder Ofenkartoffeln. Beispiel: King Edward.
  • Vorwiegend festkochende Kartoffeln – eine Mischung aus den beiden Eigenschaften, sehr vielseitig.
  • Neue oder junge Kartoffeln – kleine Kartoffeln mit dünner Schale. Die Schale ist zart und kann meist mitgegessen werden.
  • Bunte Kartoffeln – Sorten mit roter oder blauer Schale und manchmal auch farbigem Fleisch. Sie sehen hübsch aus und schmecken ähnlich wie normale Kartoffeln.
  • Fingerlinge – längliche, kleine Kartoffeln, die schön aussehen und oft als Beilage serviert werden.
Varianten beim Kauf
Du findest Kartoffeln im Supermarkt oder auf dem Markt als konventionelle Ware oder als Bio-Kartoffeln. Bio heißt, sie wurden ohne bestimmte Chemikalien angebaut. Es gibt sie auch vorgewaschen oder naturbelassen — naturbelassene Kartoffeln haben oft mehr Erde an der Schale, sind aber länger haltbar.

Wenn du Kartoffeln mit Schale zubereitest, spart das Zeit und oft auch Vitamine, weil viele Nährstoffe direkt unter der Schale sitzen. Einfach waschen, schrubben und dann kochen, braten oder backen – mit Schale schmecken sie oft intensiver und rustikaler.

Detailangaben & Nährwerte

Eigenschaft Wert
Einheit g
Durchschnittsgewicht je Stück 150
Kalorien je 100 77
Protein je 100 2.0
Kohlenhydrate je 100 17.0
Zucker je 100 0.8
Fett je 100 0.1
Gesättigte Fette je 100 0.03
Einfach ungesättigte Fette 0.01
Mehrfach ungesättigte Fette 0.04
Ballaststoffe je 100 2.2
Vitamin C (mg) je 100 19
Vitamin D (IE) je 100 0
Kalzium (mg) je 100 12
Eisen (mg) je 100 0.8
Nutri-Score A
CO₂-Footprint 0.2 kg CO2e/kg
Herkunft Deutschland/Europa (je nach Saison)
Glutenfrei Ja
Laktosefrei Ja
Nussfrei Ja
Vegan Ja
Bemerkung Nährwerte beziehen sich auf rohe Kartoffel mit Schale; gegarte Werte können leicht abweichen.

Technische & wissenschaftliche Informationen

Kartoffel mit Schale bezeichnet die ganze, unverletzte Knolle der Kulturpflanze Solanum tuberosum, wie sie üblicherweise vor dem Schälen in der Küche oder bei der Verarbeitung vorliegt. Botanisch handelt es sich um ein Speicherorgan, das Stärke in Form von Stärkekörnern in der Fruchtfolge speichert. Die Schale (Periderm) ist eine dünne, aber chemisch und funktional bedeutende Schicht, die Wasserverlust, mechanische Schäden und mikrobiellen Befall reduziert und gleichzeitig einen nennenswerten Anteil an Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen enthält.

Chemische Zusammensetzung und Nährwerte (typisch pro 100 g, roh mit Schale): Die Zusammensetzung variiert mit Sorte, Reife und Lagerbedingungen, hier genannte Werte sind Mittelwerte. Energie etwa 70–90 kcal; Wasseranteil 75–80 %; Kohlenhydrate 15–20 g (davon Stärke den Hauptanteil, Zucker <1 g bis wenige Gramm); Ballaststoffe 1,5–3 g; Protein 2–3 g; Fett <0,2 g. Mineralstoffe sind vor allem Kalium (ca. 300–450 mg), daneben Phosphor, Magnesium und Spuren von Eisen. Bedeutende Vitamine sind Vitamin C (typisch 10–25 mg) und Vitamin B6. Die Schale enthält einen höheren Anteil an Ballaststoffen, Phenolverbindungen und Mineralstoffen als das Innengewebe.

Stärke und Stärkestruktur: Die Stärke setzt sich aus Amylose und Amylopektin zusammen; das Verhältnis ist sortenabhängig und beeinflusst Kochverhalten, Textur und glykemische Wirkung. Beim Erhitzen gelatinisiert die Stärke; beim Abkühlen kann Retrogradation stattfinden und Resistenzstärke (resistente Stärke Typ 3) bilden, die dem Dünndarm entgeht und im Dickdarm fermentierbar ist, was die glykämische Belastung senkt und präbiotische Effekte haben kann.

Sekundäre Inhaltsstoffe und Sicherheit: In der Schale und in grünen oder gekeimten Bereichen können Glykoalkaloide wie Solanin und Chaconin vorkommen. Lichtexposition, Stress und Sorteneigenschaften erhöhen die Konzentration. Hohe Gehalte gelten als gesundheitlich bedenklich, da sie gastrointestinal- und neurologisch wirksame Effekte haben können; deshalb sollten grüne, beschädigte oder stark gekeimte Stellen entfernt werden. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe sind Phenolverbindungen, die antioxidative Aktivität beitragen.

Verarbeitung und Einfluss auf Nährstoffe: Die Art der Zubereitung beeinflusst Nährstoffgehalt und Schadstoffbildung deutlich:

  • Kochen mit Schale reduziert Vitamin-C-Verluste durch geringere Oberfläche und vermindertes Auslaugen; Schälen erhöht Nährstoffverluste.
  • Dämpfen erhält Nährstoffe besser als langes Kochen.
  • Backen/Rösten erhöht die Trockenmasse und kann bei hohen Temperaturen die Bildung von Acrylamid begünstigen, insbesondere bei stärke- und zuckerreichen Sorten.
  • Abkühlen von gekochten Kartoffeln fördert Retrogradation und den Anteil resistenter Stärke.
Technische und analytische Aspekte: Für Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen werden verschiedene analytische Methoden eingesetzt. HPLC mit UV/FL-Detektion oder MS wird zur Bestimmung von Glykoalkaloiden genutzt; GC-MS und LC-MS sind Standardmethoden zur Analyse von Acrylamid. Stärkezusammensetzung wird mittels enzymatischer Hydrolyse oder Größenanalyse (z. B. Gel-Permeationschromatographie) untersucht. Thermische Eigenschaften werden mit Differential Scanning Calorimetry (DSC) geprüft.

Praktische Bedeutung und Empfehlungen: Kartoffeln mit Schale sind ernährungsphysiologisch wertvoll, da die Schale Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefert. Zur Minimierung gesundheitlicher Risiken sollten grüne oder keimende Stellen entfernt, Lagerung kühl und dunkel erfolgen und bei hoch erhitzter Zubereitung (Frittieren, starkes Backen) geeignete Sorten sowie Kontrollmaßnahmen gewählt werden. Angemessene Verarbeitung verbessert die Verdaulichkeit, reduziert Nährstoffverluste und kann funktionelle Eigenschaften wie resistenten Stärkeanteil gezielt beeinflussen.

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